Kinabatangan River Safari

Fischer auf dem Kinabatangan River
Fischer auf dem Kinabatangan River

Der 600km lange Kinabatangan River ist der zweitlängste Fluss Malaysias und zu Hause vieler seltener Tierarten wie Orang-Utans, Nasenaffen, Gibbons und Elefanten. Durch die zunehmende Abholzung der Regenwälder und den Anbau riesiger Ölpalmplantagen verlieren bedrohte Tierarten auf Borneo zunehmend ihre Heimat. Die Sekundärwälder rund um den Kinabatangan River wurden mittlerweile zum Naturschutzgebiet erklärt und bietet den Tieren Refugium.

Ein Highlight auf einer Borneo-Reise ist eine Flusssafari auf dem Kinabatangan River. Wir buchten unsere Safari einen Tag vorab bei einer inländischen Agentur in Sandakan und fuhren mit dem Minibus nach Sukau, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Auf der Fahrt fuhren wir an riesigen Ölpalmplantagen vorbei und wurden uns zum ersten Mal über das Ausmaß der Regenwaldabholzung bewusst.

In Sukau kamen wir in einer süßen kleinen Lodge mit eigenem Bootsteg und Frühstücksraum im Ufer unter. Wir unternehmen zwei Safaris, sowohl am Nachmittag als auch am Morgen, um Borneos wildes Tierreich am Fluss zu erkunden. Die geschulten Augen unseres Bootsführers entdeckten Nasenaffen, Makaken und Orang-Utans in den Baumwipfeln, Leguane, exotische Vögel wie den Kingfisher oder den Nashornvogel sowie riesige Insekten. Behutsam fuhr unser Bootsführer über den Kinabatangan River und ans Ufer, um die Tiere nicht zu stören. Auf einem größeren Flussarm kam uns ein Transportschiff entgegen, welche eine unglaublich lange an abgeholzten Baumstämmen hinter sich herzog, erneut ein bedrohliches Zeichen der Regenwald.

Nach dem Abendessen unternahmen wir zudem eine geführte Nacht-Safari durch den Dschungel rund um den Kinabatangan River. Ausgestattet mit einer Kopflampe sowie Gummistiefeln folgten wir unserem Guide durch das Dickicht und blieben immer wieder im sumpfigen Boden des Flussufers stecken. Bei der Nachtsafari entdeckten wir vorrangig Eulen, Insekten und Schlangen. Etwas unwohl wurde uns jedoch, als unser Guide offensichtlich selbst die Orientierung im Regenwald verlor und damit begann Bäume zu markieren, um nicht im Kreis zu laufen. So wurde aus der geplanten 90 Minütigen Nachtsafari eine dreistündige Unternehmung und wir waren äußerst erleichtert, als wir unser Boot wiederfanden und zurück zu unserer Lodge schipperten.

Gallerie Kinabatangan River

Für die Planung eurer Reise durch Borneo empfehle ich euch mit den Reisehandbüchern Malaysia von Stefan Loose und dem Bradt Travel Guide for Borneo zu arbeiten:

Bilder: © Doreen Schollmeier

IsoldeMaReisen

Mein Name ist Isolde MaReisen und ich bin fernsüchtig. Auf fernsuchtblog.de berichte ich von meinen Reisen, Outdoor-Erlebnissen und gebe Tipps für Weltenbummler.

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4 Antworten

  1. Vallie sagt:

    Hi 🙂
    Genau so eine Tour suchen wir gerade! Könntest du uns vielleicht den Namen der Reiseagentur verraten? Bzw ist die Lodge und die Nachttour mit dabei in der Buchung?

    Danke und liebe Grüße!
    Vallie

    • Hallo Vallie,

      ich habe die Tour direkt in einer Reiseagentur in Sandakan gebucht, gleich neben dem großen Einkaufszentrum. Den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt, es war nur ein kleiner privater Anbieter. Solche Touren kannst du in Sandakan eigentlich überall buchen und vor Ort auch noch den Preis verhandeln. Die Umsetzung des Trips erfolgte direkt am nächsten Tag und Unterkunft, Transport, Verpflegung und Guides waren inklusive.

      Viel Spaß auf Borneo!
      Isolde MaReisen

  2. Kevin sagt:

    Hallöchen,

    kann man solche Touren auch von KK aus buchen? Wir wollen direkt nach unserer Ankunft am Flughafen in Sandakan mit der Tour starten.
    Was uns aktuell abschreckt sind die (online-) Preise für eine 4D/3N Tour auf dem Kinabatangan River inclusive der Turtle Island von ungefähr 350 – 400 €.

    Grüße, Kevin

    • Hallo Kevin,

      ich habe meine Kinabatangan River Safari damals von Sandakan aus gebucht in einer einheimischen Reiseagentur unweit des Einkaufszentrums. Besonders günstig war es nicht, aber dein Preis erscheint mir in der Tat immens hoch zu sein. Vielleicht doch lieber mal vor Ort nachfragen?

      Viele Grüße
      Isolde MaReisen

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