Mountainbiken am Gardasee

Regenwetter am Gardasee? Kein Problem!
Regenwetter am Gardasee? Kein Problem!

Mountainbiken am Gardasee, das heißt Mountainbiken zwischen Zitrusbäumen, Olivenhainen und Weinreben mit grandiosem Bergpanorama und mediterranen Flair.

Nicht ohne Grund ist der Gardasee seit jeher ein absolutes Mekka für Outdoor-Fans und Sportsfreunde. Ob Segeln, Surfern, Mountainbiken, Paragliding, Wandern, Klettern, Canyoning oder Kiten, die Liste an sportlichen Aktivitäten am Gardasee ist schier endlos.

Vor allem am Nordufer des Gardasees rund um Arco und Torbole hat sich eine richtige Outdoor-Szene entwickelt. In den Innenstädten reihen sich Sportgeschäfte dicht aneinander, während Menschen in farbenfroher Outdoor-Bekleidung und Mountainbikes das Stadtbild säumen.

Mountainbiken am Gardasee

Wer zum Mountainbiken nach Oberitalien reist, der sollte sich am besten am Nordufer des Gardasees einquartieren, beispielsweise in Arco oder Torbole, denn hier starten die besten Mountainbike-Routen der Region.

Eine Paradebeispiel einer klassischen Gardasee Mountainbike Route ist Rundtour von Torbole nach Riva del Garda über die Via Ponale zum Ledrosee ins gebirgige Hinterland nach Bocca dei Fortini und zurück nach Arco. Auf dieser ca. 52 Kilometer langen Route ist wirklich für jeden etwas dabei: Grandiose Panoramablicke auf den Gardasee, lauschige Bergdörfer, Erfrischungsmöglichkeit im türkisblauen Bergsee, konditionsfördernde Anstiege und kniffelige Trails. Im Folgenden findet ihr eine detaillierte Routenbeschreibung. Viel Spaß beim Kurbeln!

Mountainbike am Gardasee: Routenvorschlag

Screenshot_2015-05-19-17-26-11 Tourenname: Von der Via Ponale ins gebirgige Hinterland
Streckenlänge: 52,3 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 1.800 Höhenmeter
Fahrtzeit: 5-6 Stunden
Kondition: schwer
Fahrtechnik: mittel – schwer (S1-S2)
Einkehrmöglichkeiten: ja

Auf geht’s zum Mountainbiken am Gardasee! Startet eure Rundtour am Zeltplatz Arco Lido in Torbole und fahrt über den Radweg am Ufer des Gardasees entlang bis ins Stadtzentrum von Riva del Garda. Alternativ könnt ihr eure Tour auch direkt in Riva del Garda beginnen, je nachdem wo ihr euch einquartiert habt. Folgt nun der Straße entlang der Felsenklippen, der Weg führt euch direkt zur Via Ponale und somit auch bereits zum absoluten Highlight der Route. Die Via Ponale wurde einst direkt in die Felswand geschlagen führt euch über einen Steinpfad entlang der Steilklippen gemächlich nach oben. Ihr durchquert einige Tunnel, der Weg ist recht eng aber auch für Anfänger absolut machbar. Auf diesem Streckenabschnitt habt ihr einen unbeschreiblichen Panoramablick auf den nördlichen Teil des Gardasees und den gegenüberliegenden Monte Baldo.

Mountainbiken am Gardasee: Von der Via Ponale hat man den wohl schönsten Blick auf Berge und See!

Mountainbiken am Gardasee: Von der Via Ponale hat man den wohl schönsten Blick auf Berge und See!

Am Ende der Via Ponale gelangt ihr an eine kleine Bar, die direkt in die Felsen gebaut wurde. Wem danach ist, der kann sich hier zu einer kurzen Rast niederlassen. Folgt dann der Asphaltstraße bergauf, welche sich kurz darauf aufgabelt. Links geht es nach Pregasina, ihr biegt jedoch rechts auf die Straße zum Ledrosee ab, welche sich als Serpentine den Berg hinaufschlängelt. Folgt ab jetzt immer den Wegweisern zum Lago di Ledro. Der Weg dorthin hat immer wieder kleine, anstrengende aber absolut machbare Anstiege, der Untergrund wechselt zwischen Wald- und Wurzelweg, Schotter und Asphalt.

Der Bergsee Lago di Ledro liegt auf einer Höhe von etwa 650 m Höhe. Bevor ihr diesen am Ufer entlang umrundet, könnt ihr in einer der hiesigen Restaurants Rast machen oder ein erfrischendes Bad im türkisblauen, glasklaren Wasser des Ledrosees nehmen. Ruht euch auf jeden Fall kurz aus, denn bald schon werdet ihr reichlich Kondition und Ausdauer benötigen!

Zwischenstopp am Ledrosee: Kräfte tanken oder Baden vor dem konditionell herausfordernden Anstieg zum Boccha die Trat.

Zwischenstopp am Ledrosee: Kräfte tanken oder Baden vor dem konditionell herausfordernden Anstieg zum Boccha die Trat.

Am Westufer des Ledrosees zweigt ihr bei Pieve von dem Uferweg in das Val di Concei ab und folgt dem gemächlich ansteigenden Feldweg durch das grüne Tal, während um euch mehrere Zweitausender Berge emporragen. Und ja, da müsst ihr drüber! In Lenzumo folgt ihr der Straße zur Boccha di Trat, die sich als Serpentine durch den Bergwald windet. Vor euch liegt ein Anstieg von ca. 1.000 Höhenmetern am Stück, vorrangig aus Asphalt und Schotter. Wenn die Oberschenkel zu stark brennen, dann gönnt euch eine kurze Erholungspause. Auf der Boccha di Trat wartet eine kleine Hütte auf euch, die auch Getränke und warme Mahlzeiten ausgibt. Von hier könnt ihr einen wundervollen Blick auf das gebirgige Hinterland genießen, bevor ihr euch in ein Trailabenteuer der Extraklasse werft!

Von der Hütte fahrt ihr den gekommenen Weg ca. 200 Meter zurück und biegt dann rechts in den Wald ab. Der nun folgende Downhill-Abschnitt zur Malga Grassi hat es in sich und ist nichts für blutige Anfänger. Während der erste Teil des Waldtrails noch relativ human beginnt, wird es später ordentlich geröllig und ungemütlich. Anfänger sollten an verschiedenen Stellen Vorsicht walten lassen oder gar absteigen, denn die Steine sind locker und rutschig. An der Malga Grassi habt ihr erneut die Möglichkeit eure Gliedmaßen kurz zu erholen und neue Kraft bei fantastischem Bergpanorama zu tanken, denn ihr seid noch lange nicht fertig.

An der Hütte der Malga Grassi folgt ihr dem schmalen Schotterweg über die hügelige Graslandschaft, der schließlich erneut in einen saftigen Waldtrail mündet. Erneut warten kniffelige und steile Downhill Passagen voller Geröll, Steine und Wurzeln auf euch. Auch hier sei Anfänger zur Vorsicht geraten.

Blick von S. Rocco ins bergige Hinterland des Gardasees: Ein mediteraner Traum!

Blick von S. Rocco ins bergige Hinterland des Gardasees: Ein mediteraner Traum!

In S. Rocco könnt ihr erneut in einen weiteren Waldtrail einsteigen, der euch nach Riva del Garda führt, oder aber ihr wechselt auf die geniale Panorama-Straße, die die Nordhänge des Rocchetta-Massivs quert und dabei einen einzigartigen Blick auf Riva del Garda und das Umland bietet. Bei der Abfahrt kommen eure Scheibenbremsen ordentlich ins Glühen, bis ihr nach ca. 8 Kilometern direkt im Zentrum von Riva del Garda landet. Eisdielen, Pizzerien und Bars heißen euch willkommen. Zurück nach Torbole geht es erneut über den Uferweg entlang des Gardasees.

GPS-Daten für eine vergleichbare Tour von Riva del Garda über die Via Ponale zum Ledrosee ins gebirgige Hinterland findet ihr unter anderem hier.

Bilder:
© Doreen Schollmeier
© Sebastian Semmler

IsoldeMaReisen

Mein Name ist Isolde MaReisen und ich bin fernsüchtig. Auf fernsuchtblog.de berichte ich von meinen Reisen, Outdoor-Erlebnissen und gebe Tipps für Weltenbummler.

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2 Antworten

  1. Nils sagt:

    Der Gardasee ist immer eine Reise wert. Ich war schon viel zu lange nicht mehr da.
    Hast du evtl auch einen etwas einfacheren Routenvorschlag?

    • Hallo Nils,

      da gebe ich dir recht. Ich war schon so oft am Gardasee, und bin doch immer wieder erstaunt wie schön die Landschaft ist und was man alles unternehmen kann.

      Was einen weiteren Tourentipp angeht, so kann ich dir die Mountainbike Runde „Von Arco nach San Giovanni al Monte“ empfehlen. Die ist fahrtechnisch nicht ganz so anspruchsvoll und bietet unglaublich schöne Ausblicke. Ein bisschen Ausdauer und Puste muss man aber trotzdem mitbringen 😉 Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft selbst eine Routenbeschreibung und Bilder auf meinen Blog zu bringen, aber einen ähnlichen Routenverlauf findest du hier: http://www.outdooractive.com/de/mountainbike/gardasee/von-arco-nach-san-giovanni-al-monte/1362644/.

      Viel Spaß beim Biken und falls du selbst ein paar schöne Touren findest – lass es mich wissen!

      Viele Grüße,
      Isolde MaReisen

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