5 Gründe für eine Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize

Warum eine Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize auf die Bucket List eines jeden Fernsüchtigen gehört? Eine Verbindung dieser Reiseziele bietet sich nicht nur aufgrund der geographischen Lage, sondern vor allem auch wegen des gemeinsamen anthropologischen und archäologischen Hintergrunds an. Die Länder sind für eine Rundreise ideal gelegen, visumsfrei und Grenzen können unkompliziert per Bus oder Boot überquert werden. Des Weiteren liegen auf dieser Route die bedeutendsten und eindrucksvollsten Ruinen der gesamten Mayawelt, die neben Mexiko, Guatemala und Belize auch noch Honduras und El Salvador umfasst. In den mexikanischen Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo sowie in Guatemala und Belize befinden sich dabei über 95% der bisher entdeckten archäologischen Stätten der Mundo Maya. Was sind nun die fünf ultimativen Gründe, weswegen du deinen nächsten Urlaub unbedingt in Mexiko, Guatemala und Belize verbringen solltest?

Auf den Spuren der Maya: Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize.

Auf den Spuren der Maya: Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize.

Grund 1: Drei auf einen Streich

Bei einer Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize kannst du gleich drei Länder in verhältnismäßig wenig Zeit entdecken. Generell lässt sich diese Länderkombination je nach Route und noch verfügbaren Urlaubstagen ab zwei bis drei Wochen realisieren, die aber nach Geschmack und Reisetempo leicht auf bis zu sechs Wochen oder gar mehrere Monate ausgedehnt werden können – Ruinen, Wanderpfade und Bademöglichkeiten sind auf jeden Fall mehr als genug vorhanden!

Grund 2: Eine Reise in die Vergangenheit

Entlang dieser abwechslungsreichen Route hast du die Chance, die schönsten und bedeutendsten Ausgrabungsstätten der Mayas zu entdecken: Chichén Itzá und Palenque in Mexiko, Tikal in Guatemala und Xunantunich in Belize. Obwohl Chichén Itzá als UNESCO Weltkulturerbe und eines der sieben Weltwunder sicher zu den meist frequentierten Ruinen auf der gesamten Route zählt, würde ich dennoch auf einen Besuch keinesfalls verzichten. Das sagenumwobene Juego de Pelota, ein traditionelles Ballspiel der Maya hatte mich schon im Spanischunterricht in der Schule in seinen Bann gezogen. Sämtliche Ballspielplätze, die ich an den verschiedensten Ausgrabungsstätten besichtigte, entsprachen jedoch so gar nicht meiner größenwahnsinnigen Vorstellung dieses faszinierenden Wettkampfes… bis ich nach Chichén Itzá kam. Das riesige und noch mit den Steinringen, die als Tore fungieren versehene Spielfeld war sogar noch unglaublicher als ich es mir vorgestellt hatte. Während das Gelände von Chichén Itzá eher offen und weitläufig ist liegen die Ruinen von Palenque und Tikal mitten im Urwald und bieten nicht nur einen grandiosen Ausblick über die Baumwipfel, sondern auch die Gelegenheit, Affen, Tukane und andere Vogelarten zu beobachten. Xunantunich in Belize ist eine etwas kleinere Stätte, die jedoch durch ihre geringe Besucherzahl, ihre Naturbelassenheit sowie die Möglichkeit, alle Bauten zu besteigen umso reizvoller ist. Wenn du danach noch nicht genug von den Tempeln und Skulpturen der Maya hast, dann bieten sich dir entlang der Route noch unzählige weitere lohnenswerte Ausgrabungsstätten wie Bonampak, Calakmul, Ek Balam, Uxmal und Yaxchilán in Mexiko, Yaxhá in Guatemala oder Caracol in Belize, um nur einige zu nennen.

Maya Ruinen Tikal in Guatemala

Maya Ruinen Tikal in Guatemala

Grund 3: Koloniale Perlen

Wer schonmal in Zentralamerika war, weiß, dass dieser Teil des Kontinents vor allem wegen seiner Natur und nicht gerade wegen seiner Städte bezaubert. Ganz im Gegenteil, die meisten Städte sind nicht nur wenig sehenswert und arm an kulturellem Angebot, sondern auch verschmutzt und häufig aus Sicherheitsgründen für Touristen nur bedingt geeignet. Die Route über Mexiko, Guatemala und Belize hingegen besticht gerade auch durch die wunderschönen Kolonialstädte, die ihr unterwegs reichlich finden werdet: Valladolid, Mérida, Campeche und San Cristóbal de las Casas in Mexiko sowie Antigua in Guatemala beeindrucken durch farbenfrohe Fassaden, wunderschöne Kolonialbauten, typische Kunsthandwerkermärkte und ein fröhliches Straßentreiben. Halte ein bisschen Platz im Rucksack für Vintagefundstücke aus San Cristobál de las Casas frei und lass dir auf keinen Fall das Schauspiel des Juego de Pelota Freitags um 20 Uhr auf der Plaza Grande in Mérida entgehen.

Entdecke wunderschöne Kolonialstädte wie Izamal in Mexiko!

Entdecke wunderschöne Kolonialstädte wie Izamal in Mexiko!

Grund 4: Natur pur

Immer dann, wenn du glaubst, genug Stadtluft geschnuppert zu haben, wartet bereits die nächste grüne Oase zum Durchatmen auf dich. Mexiko, Guatemala und Belize stehen den restlichen Ländern Zentralamerikas in puncto Naturschönheiten nämlich in nichts nach. Ob im artenreichen Regenwald rund um die Ruinen von Palenque in Mexiko, am tropischen Flussdelta des Río Dulce in Guatemala oder bei den zahlreichen Outdooraktivitäten wie Reiten, Wandern oder Kayaken in San Ignacio in Belize kommen Naturliebhaber und Actionfans voll auf ihre Kosten.

Cenote Ik ill: Badespaß in den mit Süßwasser gefüllten Kalksteinlöchern von Mexiko.

Cenote Ik ill: Badespaß in den mit Süßwasser gefüllten Kalksteinlöchern von Mexiko.

Grund 5: Badespaß nicht nur an weißen Traumstränden

Zu guter Letzt dürfen natürlich Badehose und Bikini auf keinen Fall fehlen. An vielen Stops auf dieser Route ist Badevergnügen unterschiedlichster Art garantiert. Ein einzigartiges Badeerlebnis garantieren die Cenoten in den Bundesstaaten Yucatán und Quintana Roo. Cenoten sind mit Süßwasser gefüllte Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz von Höhlendecken entstanden sind und von den Mayas als Tor zur Unterwelt betrachtet wurden. Einige sehr lohnenswerte Exemplare wie die Cenotes Cuzamá oder die Cenotes Homún (für Abenteuerlustige) befinden sich ganz in der Nähe von Mérida und auch an der Riviera Maya gibt es einige vor allem zum Tauchen empfehlenswerte Cenoten. In Guatemala wartet einer der schönsten Seen Mittelamerikas auf dich, der von Vulkanen umgebene, glasklare Lago Atitlán. Besonders lohnend ist hier ein Abstecher in das Naturreservat Cerro Tzankujil, in dem du nicht nur nach einem kleinen Aufstieg einen atemberaubenden Blick über den ganzen See genießen kannst, sondern dich auch vom Trampolin, einem hölzernen Sprungturm ins Wasser stürzen kannst – spektakuläre Fotos vor der Vulkankulisse sind hier garantiert! Nachdem du dich den warmen Río Dulce herunter treiben hast lassen, geht es dann endlich in die Karibik. Auf der Nachbarinsel von Madonnas „La Isla bonita“ Caye Caulker sind die zahlreichen Straßenschilder „Go slow“ Programm. Neben Ruhe, Reggae und Rastafari lohnt sich der Abstecher aber vor allem wegen dem Belize Barrier Reef, dem zweitgrößten Riff der Welt. Die Schnorcheltour, bei der du Haie, Stachelrochen, Meeresschildkröten und mit etwas Glück vielleicht sogar Seekühe beobachten kansst, wird ganz sicher in deine Liste der unvergesslichsten Reiseerlebnisse eingehen.

Entspannen und Relaxen: Traumstrand in der Laguna Bacalar

Entspannen und Relaxen: Traumstrand in der Laguna Bacalar

Rundreise durch Mexiko, Belize und Guatemala: Alleine oder in der Gruppe reisen?

Nun, wie plant man eine Rundreise entlang der Ruta Maya? Klassisches Backpacking? Oder gehörst du eher zu den Kurzentschlossenen, Planungsmuffeln und Herdentieren? Je nach Budget, Zeit, Sprachkenntnissen und Sicherheitsbedürfnis kann eine organisierte Gruppenreise eine echte Alternative darstellen, die jedoch oft gar nicht in Erwägung gezogen wird, zu Unrecht wie ich finde!

Option 1: Mundo Maya als Gruppenerlebnis

Wenn du wenig Zeit zur Planung hast und gerne abseits von Hotel-, Transfer- und Ausflugsbuchungen Mexiko, Guatemala und Belize einfach erleben und entspannen möchtest, dann ist eine organisierte Rundreise genau das Richtige für dich. „Eine Rundreise? Das ist doch nur was für meine Oma!“, wirst du jetzt denken. Dieses Image hat sich jedoch schon längst gewandelt und Gruppenreisen werden immer häufiger auch von jüngeren Menschen gebucht. Die Vorteile überwiegen: Kaum Planungsaufwand, Profitieren von Gruppenrabatten, Reisen mit Gleichgesinnten und einem Reiseleiter, der allerlei Hintergrundinformationen und Insidertipps parat hat sowie beim Übersetzen oder sonstigen Schwierigkeiten unterstützen kann. Wenn du jetzt immer noch an Menschenhorden, die einem Regenschirm hinterher wackeln denkst, dann sei dir gesagt, dass auch bei Gruppenreisen der Trend hin zu Kleingruppen geht. Die maximale Teilnehmeranzahl findet du dabei direkt auf der Webseite des Veranstalters. Eine Gruppenreise zur Erkundung der Ruta Maya hat zum Beispiel der Anbieter Sprachcaffe Reisen im Angebot. Bei der Rundreise „Auf den Spuren der Mayas“ beispielweise ist das 22-tägige abwechslungsreiche Programm bereits festgelegt, dabei bleibt jedoch immer auch genügend Zeit für Freizeit und individuelle Entdeckungstouren. Ein weiterer Vorteil für Alleinreisende: Wenn dir ein  Einzelzimmer zu teuer oder zu langweilig ist, kannst du auch einfach ein halbes Doppelzimmer buchen, so dass, wenn ein geeigneter Zimmerpartner gefunden wird, auch nur der Doppelzimmerpreis pro Person fällig wird.

Wasserfall in Mexiko: Auf einer Rundreise durch die Maya Hochburg kommen auch Naturliebhaber voll und ganz auf ihre Kosten!

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Option 2: Mundo Maya mit dem Rucksack

Wenn du lieber selbst den Reiseführer wälzen und die unzähligen tollen Reiseblogs auf der Suche nach Geheimtipps durchforsten möchtest, um anschließend die perfekte Individualtour zusammenzustellen, kannst du Mexiko, Guatemala und Belize natürlich auch wunderbar mit dem Rucksack erkunden. In Mexiko sind die bekanntesten Orte auf der Route gut mit öffentlichen Transportmitteln wie dem ADO-Bus oder bei kürzeren Strecken den colectivos zu erreichen. Mit Englisch kannst du in der Regel recht gut verständigen. Bei etwas abgelegeneren Ruinenstätten hingegen ist etwas mehr Einfallsreichtum gefragt, hier empfiehlt es sich möglicherweise eine Tour zu buchen oder einen Mietwagen zu nehmen. In Guatemala und Belize verkehren einerseits die berühmten Chicken Buses (weil auch gerne mal Hühner mitfahren und die Passagiere wie die Hühner auf der Stange sitzen), die zwar sehr günstig und definitiv eine Erfahrung wert, jedoch auch sehr langsam sind oder Touristenshuttles, die euch direkter ans Ziel bringen, aber dementsprechend mehr kosten. Ab Belize City kannst du dann mit einem mexikanischen ADO-Bus wieder zurück an die Riviera Maya fahren. Generell solltest du, wenn du für die Rucksackvariante entscheidest, zumindest in Guatemala Grundkenntnisse in Spanisch haben, um dich einigermaßen verständigen zu können. Einige Reiseveranstalter bieten neben durchorganisierten Rundreisen auch Individualreisen an, bei denen du dir deine Reiseroute mit Bausteinen selbst zusammenstellen kannst. Mit einer großen Portion Neugier und Fernsucht ist sowohl eine Gruppen-, als auch eine Individualreise in Mexiko, Guatemala und Belize auf jeden Fall sicher und problemlos durchführbar.

Routenvorschlag für Mexiko, Belize und Guatemala

Routenvorschlag für deine Rundreise durch Mexiko, Guatemala und Belize


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© Bilder: Veronika, Monika und Elena; Pixcource – pixabay.com

Ricarda Simon

In ihrem Auslandssemester in Mexiko hat Ricarda ihre Leidenschaft für Tequila, Tacos und die Trompeten der Mariachis entdeckt. Nach jeweils einjährigen Aufenthalten in Guadalajara und Mexiko-Stadt und längeren Reisen nach Guatemala, Belize und Kuba hat es sie mittlerweile in das traumhafte Playa del Carmen verschlagen, wo aktuell ihr dauerhafter Wohnsitz ist. Ein paar ihrer Reisetipps teilt sie mit Dir in diesem Artikel.

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