Als Backpacker umweltbewusst reisen: 6 Tipps!

Du möchtest umweltbewusst reisen? Als Backpacker verzichtest du auf einen großen Koffer und reist stattdessen mit deinem Rucksack durch die Welt. Das ist an sich schon ziemlich umweltbewusst, da jedes zusätzliche Kilo sich bei Flug- und Autoreisen negativ auf die CO2-Bilanz auswirkt. Damit du deinen Umweltauftrag aber noch tiefergehend erfüllen kannst, haben wir dir hier ein paar Tipps zusammengestellt.

#1 Leichtes Gepäck

Nicht nur die Umwelt wird es dir danken, sondern auch dein Rücken, denn je weniger Gewicht du schleppen musst, umso weniger anstrengend wird die Reise auch. Hier zählt wirklich jedes Gramm, das du einsparen kannst. Überlege, ob du wirklich fünf T-Shirts brauchst oder ob zwei auch reichen würden. Wie realistisch ist es, dass du deine Trekking-Sandalen und die Stirnlampe wirklich benötigst? Die richtige Strategie beim Packen kann dir auf Reisen dann so einige Nerven ersparen.

Setze auch auf All-in-One-Produkte. Beispielsweise gibt es Seifen, die sich auch als Duschgel und Haarshampoo verwenden lassen und mit denen du im Notfall auch Geschirr spülen kannst.

Unser liebstes Allroundprodukt: Ein Frisbee. Klingt komisch, ist aber sehr sinnvoll. Du kannst es als Teller, Schneidbrett, Fächer oder trockene Sitzunterlage verwenden und es ist auch nicht besonders schwer. Außerdem kann es dir dabei helfen, nette Kontakte zu knüpfen.

Als Backpacker umweltbewusst reisen: Das heißt auch einfach mal laufen statt fliegen!

Als Backpacker umweltbewusst reisen: Das heißt auch einfach mal laufen statt fliegen!

#2 Zero Waste beim Backpacking

Natürlich möchtest du beim Backpacken nicht deine gesamte Küchenausrüstung mitschleppen. Da du aber wahrscheinlich hin und wieder in Supermärkten oder auf Wochenmärkten etwas zu essen kaufen wirst, kann es nicht schaden, die Basics dabei zu haben, damit du nicht ständig auf Plastikbesteck und Einweggeschirr zurückgreifen musst. Eine kleine „Basisausrüstung“ für die Verpflegung kann dir dabei helfen, Geld und Müll zu sparen. Dazu zählen unter anderem:

  • Ein Jutebeutel, in dem du deine Einkäufe transportieren kannst
  • Eine leichte Metalldose, in die du dir auf Streetfoodmärkten Essen einfüllen lassen kannst
  • Eine Spork, die Gabel und Löffel kombiniert
  • Ein Taschenmesser mit Schneidefunktion
  • Eine wiederverwendbare Wasserflasche
  • Ein Wasserfilter für Länder mit schlechter Trinkwasserqualität, der Bakterien, Pilze und Viren aus dem Wasser filtert und so ziemlich jedes Wasser dadurch trinkbar macht.

Gerade in asiatischen Ländern wird gerne mal zur Plastiktüte gegriffen. Oft wird auch alles doppelt und dreifach in Plastik verpackt. Wenn du so etwas siehst, lehne das Plastik freundlich aber bestimmt ab. Und wenn es sich einmal doch nicht vermeiden lässt, Müll zu produzieren, entsorge ihn fachgerecht.

#3 Nachhaltige Hygiene

Der Aspekt der nachhaltigen Hygiene dürfte vor allem für die Damen interessant sein, denn auch auf der Backpacking-Tour bleibt man oftmals nicht von der Periode verschont. Anstatt Mengen von Abfall mit Tampons und Binden zu produzieren, die auch noch extrem viel Platz im Rucksack wegnehmen, lohnt sich der Umstieg auf eine Menstruationstasse aus medizinischem Silikon. Die hat nicht nur mehr Fassungsvermögen als ein normaler Tampon, sie ist auch noch umweltfreundlich und spart dir noch dazu eine Menge Geld.

#4 Umwege statt Abkürzungen

Wie viele Horrorfilme mit dem Satz „Ich kenne da eine gute Abkürzung“ beginnen, können wir schon gar nicht mehr zählen. Damit du immer auf der sicheren Seite bleibst, solltest du dich auf deinen Touren auch lieber an Straßen und vorgefertigte Wege halten, anstatt durchs Dickicht zu ziehen, selbst, wenn das etwas länger dauern könnte. Das hat nicht nur einen Sicherheits-, sondern auch einen Umweltaspekt, denn indem du Wiesen niedertrampelst, zerstörst du den natürlichen Lebensraum vieler Tiere.

Als Backpacker umweltbewusst reisen: Halte dich an Wege und schütze die Natur!

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#5 Lokales Essen genießen

Die Bilder von bunten Obstständen machen sich nicht nur gut auf Instagram, das lokal angebaute Obst und Gemüse schmeckt auch noch herrlich! Lass dir diese Erfahrung nicht entgehen und kaufe lokal ein, anstatt auf importierte Waren zu setzen. Die Locals werden es dir danken, wenn du die heimische Wirtschaft unterstützt und du wirst zudem mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt. Aber aufgepasst: Auf Wochenmärkten wird gerne nur so mit Plastik herumgeworfen. Lehne das freundlich, aber bestimmt ab und lass dir die Waren lieber in deinen mitgebrachten Jutebeutel packen.

#6 Couchsurfing statt Hotel mit Klimaanlage

Die meisten Hotels zeichnen sich durch einen unverhältnismäßig hohen Einsatz von Klimaanlagen aus. Das ist nicht nur unnötig, es belastet auch das Klima extrem. Wenn du eine umweltfreundliche und günstige Art der Unterkunft möchtest, schau dich doch mal auf Couchsurfing Plattformen um. Hier bieten Menschen ihre Couch zur Übernachtung an. So lässt sich nicht nur viel Geld sparen, du kannst auch coole Kontakte knüpfen, an die du dich dein Leben lang erinnern wirst. Und als Backpacker solltest du das sowieso einmal getan haben.

Wenn dir der Gedanke ans Couchsurfen doch nicht ganz zusagt und du doch lieber in Hotels einkehrst, wähle statt einer großen Kette lieber ein lokal betriebenes Familienhotel, das auf den exzessiven Gebrauch einer Klimaanlage und andere umweltschädliche Dinge, wie einen Springbrunnen in der Lobby oder ähnliches, verzichtet.

Als Backpacker umweltbewusst reisen: Dann haben auch andere noch was von der Welt!

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Backpacking ist ja an sich schon eine sehr umweltbewusste aber auch abenteuerliche Art zu reisen, denn du verzichtest auf viel Gepäck und sparst so CO2-Emissionen. Wenn du jetzt noch unsere oben genannten Tipps beachtest, bist du sogar noch umweltfreundlicher am Weg und kannst deinen Urlaub mit gutem Gewissen genießen.


Umweltbewusst reisen und mehr! Meine Tipps für Backpacker:

Stefany Seipp

Stefany Seipp ist Geschäftsführerin der Informations- und Kommunikationsplattform Green Pearls in Darmstadt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf unvergleichliche Reiseziele und nachhaltiges Reisen global und konzentriert sich dabei auf sanften, komfortablen Tourismus sowie auf den Umweltschutz und die Optimierung des sozialen Gleichgewichts.

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2 Antworten

  1. Martin Fischer sagt:

    Griaß Di!

    Ich habe DEINEN Blog entdeckt und finde ihn sehr spannend
    Vor allem, weil wir schon ähnliche Touren hinter uns haben (z. B Mexiko, Belize, Guatemala oder auch den Hochvogel im September) Allerdings halte ich den Text für ziemlichen Schmarrn. Backpacking ist nicht umweltbewusst. Ich mache das auch ziemlich oft und fliege viel. Das ist das allerdings das Problem. Fliegen und umweltbewusst passt einfach nicht zusammen. Das merke ich leider an mir am besten.

    Ansonsten, wie gesagt, toller Blog 🙂

    Glg
    Martin

    • Hallo Martin,

      ich finde den Gastartikel von Stefany sehr inspirierend. Ich gebe dir recht, Reisen ist nicht umweltbewusst – ob nun als Backpacker oder als vorgeplante Reise – spielt meiner Meinung nach keinen Unterschied. ABER ich gehe mit meiner Gastautorin mit, dass man beim Reisen zumindest sein bestes geben kann, um umweltbewusster unterwegs zu sein. Wenn jeder nur ein paar Tipps davon befolgt, wäre allen schon geholfen.

      Viele Grüße
      Isolde MaReisen