Hluhluwe-iMfolozi-Park

Giraffenherde im Hluhluwe-iMfolozi-Park
Giraffenherde im Hluhluwe-iMfolozi-Park

Der Hluhluwe-iMfolozi-Park befindet sich im Zululand und ist der älteste Nationalpark Afrikas, welcher 1987 zum Schutz der Nashörner gegründet wurde. Der 960 Quadratkilometer Nationalparks ist durch eine grüne Hügellandschaft geprägt. Hier leben rund 15.000 Antilopen, 5500 Büffel, 1800 Zebras, 1000 weiße Nashörner, 700 Elefanten,  500 Giraffen, 200 Löwen und 80 Leoparden. Wir besuchten den Hluhluwe-iMfolozi-Park als Stopp zwischen St. Lucia und dem 250 Kilometer entfernten Durban. Den Nationalpark kann man als Selbstfahrer erkunden, das heißt mit dem eigenen Auto ohne Guide. Alternativ kann man sich natürlich auch in einen der Safari-Jeeps einmieten und an einer geführten Safari teilnehmen.

Schon am Besucherzentrum vom Hluhluwe-iMfolozi-Park fiel uns positiv auf, dass relativ wenig Andrang herrscht. Es gab weder große Reisebusse, noch mussten wir an der Kasse lang warten. Vor dem Besucherzentrum grasten ein paar Warzenschweine auf allen Vieren mit ihren Jungen und ließen sich nicht von uns beirren. Gegen Entrichtung einer Gebühr erhielten wir Einlass in den Park, ein paar Sicherheitshinweise sowie eine Karte von dem großflächigen Gebiet. So begaben wir uns auf eigene Faust auf die Suche nach den „Big Five“. Die „Big Five“, das sind Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe.

Schon wenige Meter nach dem Eingang entdeckten wir in der Ferne die ersten Nashörner. Der Park ist für seine große Anzahl an Rhinos bekannt. Zudem grasten rechts und links von uns Giraffen und Zebras. Der Park ist teilweise recht dicht bewaldet, wodurch es schon ein halbwegs geschultes Auge braucht, um auch kleinere Tiere zu entdecken. Von den Gipfeln der Hügel hat man häufig einen sehr schönen und tierreichen Blick in die saftig grünen Täler.

Unser Highlight im Hluhluwe-iMfolozi-Park war jedoch das Aufeinandertreffen mit einer großen Elefantenherde. Während der Fahrt durch einen dichten Wald entdeckte ich nur wenige Meter von der Straße entfernt zwei Elefanten. Wir blieben stehen, machten den Motor unseres Autos aus, kurbelten die Fenster runter und lauschten den Dickhäutern. Nach und nach kamen immer mehr Elefanten hinzu und irgendwann waren wir von rund 15 Dickhäutern umgeben. Da uns im Besucherzentrum eindringlich auf die Gefahr von Elefanten hingewiesen wurde, wurden wir langsam etwas unruhig. Von dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von ca. 50 m waren wir weit entfernt. Schließlich tauchte auf der Straße ein großer Elefant mit Kalb auf und lief direkt und mit ordentlichem Tempo auf unser Auto zu. Sofort wurden alle Insassen unseres kleinen Viertürers nervös, Schauergeschichten von umgeworfenen Autos durch Elefanten schossen uns in den Kopf. Natürlich ging der Rückwärtsgang im Eifer des Gefechts nicht rein und unser Auto bewegte sich keinen Zentimeter. Der Elefant bliebt 2 m vor unserem Auto stehen, entschied sich dann jedoch mit seinem Kalb in den Wald abzubiegen. Voller Adrenalin verließen wir im Schritttempo die Herde.

Ich kann allen Südafrika-Reisenden nur wärmstens den Hluhluwe-iMfolozi-Park empfehlen. Durch seine Weitläufigkeit trifft man nur selten auf andere Autos oder Safari-Jeeps. Die Landschaft ist unglaublich schön und beruhigend. Ein warmer Wind weht stetig über die saftig grünen Hügel, auf denen Giraffen-Herden majestätisch entlang marschieren. Mit etwas Geduld und einem guten Auge kann man hier viele Wildtiere entdecken, manchmal sogar hautnah.

Gallerie Hluhluwe-iMfolozi-Park

Für eure Südafrika Reise empfehle ich euch das Stefan Loose Travel Handbuch für Südafrika.

Bilder: © Doreen Schollmeier

IsoldeMaReisen

Mein Name ist Isolde MaReisen und ich bin fernsüchtig. Auf fernsuchtblog.de berichte ich von meinen Reisen, Outdoor-Erlebnissen und gebe Tipps für Weltenbummler.

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2 Antworten

  1. Rolf sagt:

    Hallo Isolde

    Ein ganz toller Bericht. War selber im 2012 für 1 Monat in SÜDAFRIKA. Neben Kapstadt hat es mir ganz besonders der Hluhluwe Nationalpark angetan.

    Du hast da übrigens einen sehr schönen Blog, gefällt mir enorm gut. Habe ihn bei „umdieweltreise.ch“ als besten Deutschsprachigen Blogs für 2016 vorgeschlagen.

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