Namaste Nepal: 10 Tipps für deine erste Nepal Reise!

Ganz versteckt, mitten im Himalaya, eingebettet zwischen den Riesen China und Indien liegt der kleine Exot Nepal. Seit jeher zieht das Land Reisende in seinen Bann. Vielleicht sind es die atemberaubenden, schneebedeckten Eisriesen im Norden, der kulturelle Mix der Religionen, die tief verwurzelten Traditionen oder auch einfach nur seine herzlichen Einwohner, die Reisende immer wiederkehren lassen. Vielleicht ist es aber auch genau diese Vielfalt.

10 Tipps für deine erste Nepal Reise

Damit auch deine Nepal Reise einmalig und unvergesslich wird, haben wir hier die 10 besten Tipps für dich.

1. Trekken gehen

Es gibt viele tolle Highlights in Nepal und egal wohin du auch reist – alle Himmelsrichtungen warten mit einmaligen Landschaften auf dich. Aber nichts, wirklich gar nichts kommt an die Schönheit des Himalayas heran. Hoch oben in den Bergen, fernab der hektischen Großstädte spürt man plötzlich die pure Magie der Berge, schaut auf die mächtigen 8.000er und steht mitten im höchsten Gebirge der Welt! Es gibt sehr viele schöne Trekking-Routen, aber der Annapurna-Curcuit gehört ganz sicher zu den grandiosesten Wanderungen die Nepal zu bieten hat. 🙂

Nepal ist übrigens nach Tibet das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt! Ganze 40 % des Landes liegen auf über 3000 Meter Höhe.

2. Achtung Linksverkehr

Auf den ersten Blick ist es nicht immer erkennbar auf welcher Straßenseite die Autos, Fahrradrikschas, Motorräder und Tuk Tuks fahren. In den Gassen Kathmandus herrscht Chaos pur und beim Überqueren der Straßen schaust du besser in alle Richtungen. Nichts desto trotz ist in Nepal offiziell Linksverkehr.

Auf deiner ersten Nepal Reise solltest du im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein, es geht chaotisch zu!

Auf deiner ersten Nepal Reise solltest du im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein, es geht chaotisch zu!

3. Verhandeln

Es ist wie überall in Asien –  wer nicht verhandelt, der zahlt drauf! Das gilt keineswegs nur für Touristen, auch Einheimische verhandeln jeden Tag aufs Neue auf den Märkten. Dabei ist es nicht unüblich, dass man bei gutem Verhandlungsgeschick nur den halben Preis bezahlt. Ein paar Worte in der Landessprache, ein kleiner Scherz um eine sympathische zwischenmenschliche Beziehung aufzubauen und schon fällt der Preis. Das gilt aber nicht unbedingt für die manchmal unverschämt teuren Tuk Tuk Fahrten. Hier geht es schon mal etwas rauer zu und oft hilft auch einfach nur rumdrehen, gehen und darauf warten, dass der Fahrer einen günstigen Preis hinter dir herruft.

4. Essen in Nepal

Wenn Du in Kathmandu aus dem Flieger steigst, wirst du schnell feststellen, dass Nepal ein sehr armes Land ist. Genau genommen eines der ärmsten der ganzen Welt! Dementsprechend schlecht sind die hygienischen Umstände. Aber mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kannst du die Köstlichkeiten der nepalesischen Küche trotzdem genießen. Achte einfach darauf, dass das Essen vorher gekocht wurde (keine rohen Speisen verzehren wie z.B. Salate) oder du es Schälen kannst (z.B. Bananen). Wenn in Restaurants viel los ist und dort viele Einheimische essen ist das meistens auch ein sehr gutes Zeichen. Das Essen muss dann nämlich oft nachgekocht werden und ist daher frisch.

Nach ein paar Tagen bekommst du auch ganz sicher ein gutes Gefühl fürs Essen und dann heißt es: Probieren und genießen, denn die nepalesische Küche ist super lecker!

Etwas Vorsicht ist geboten beim Essen auf deiner ersten Nepal Reise: Lecker ist es allemal!

Etwas Vorsicht ist geboten beim Essen auf deiner ersten Nepal Reise: Lecker ist es allemal!

5. Kein Leitungswasser trinken

Das größte gesundheitliche Risiko für Reisende ist verunreinigtes Wasser. Das Leitungswasser in Nepal ist kein Trinkwasser und sogar so schlecht, dass du es auch nicht zum Zähneputzen verwenden solltest. Eine besonders große, versteckte Gefahr sind Eiswürfel in Getränken. Viele Restaurants gerade in den touristischen Gegenden Kathmandus und Pokharas haben sich aber auf die Bedürfnisse von Reisenden eingestellt und verwenden ausschließlich Trinkwasser; sowohl zum Waschen von Essen als auch in Getränken. In diesem Fall werben sie meistens mit Schildern, auf die man sich auch generell verlassen kann.

6. Viel Zeit mitbringen

In Nepal mahlen die Mühlen noch langsam – auch wenn man das beim ersten Blick auf den Straßenverkehr nicht unbedingt glauben kann. Die Straßen sind meistens nur zweispurig, es gibt keine Autobahnen und gerade bei langen Busfahrten brauchst du sehr viel Geduld. Aber auch sonst dauert alles etwas länger als in Deutschland und auch bei Verabredungen oder Einladungen kannst du mit gutem Gewissen etwas später kommen. 😉

Auf deiner ersten Nepal Reise wirst du schnell feststellen, dass die Mühlen hier etwas langsamer mahlen :)

Auf deiner ersten Nepal Reise wirst du schnell feststellen, dass die Mühlen hier etwas langsamer mahlen 🙂

7. Mückenschutzspray nicht vergessen

Nepal ist ein Malarialand und insbesondere während der Regenzeit (Juni bis August) besteht im Süden des Landes ein erhöhtes Risiko. Kathmandu, Pokhara und der Norden Nepals sind aber malariafrei. Helle, weite Kleidung, ein Mückenschutzspray und ein Moskitonetz (meistens schon in den Unterkünften vorhanden) gelten hier als die beste Vorsorge.

8. Ein freundliches Namaste zur Begrüßung

Zur Begrüßung werden die Hände vor der Brust gefaltet und ein freundliches Namaste dazu gesprochen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Namaste so viel wie „Ich beuge mich vor dem Göttlichen in dir“ und zeigt schon wie respektvoll das Verhalten der Nepalesen miteinander und erst recht gegenüber Besuchern ist. Händeschütteln ist nicht sehr üblich.

Trekking in Nepal - das solltest du auf keinen Fall verpassen!

Trekking in Nepal – das solltest du auf keinen Fall verpassen!

9. Keine öffentliche Zuneigung zwischen Männern und Frauen

Auf der Straße küssen oder Händchen halten ist absolut tabu und gilt als respektlos. Auch wenn Nepalesen sehr tolerant sind und über Faux-Pas ihrer Gäste gerne hinwegsehen, werden öffentliche Zärtlichkeiten gar nicht gerne gesehen und mit bösen Blicken gestraft. Was man hingegen oft beobachten kann, sind Männergruppen, die Händchen haltend und für das deutsche Verhältnis fast schon kuschelnd beieinandersitzen. Das liegt daran, dass Freundschaften in Nepal sehr wichtig sind. Bei einem fehlenden Sozialstaat sind es nämlich die engsten Bekannten die zur Not aus der Klemme helfen. Die Nähe stärkt die Bindung.

10. Die linke Hand ist tabu!

Die linke Hand gilt in vielen Ländern Asiens und auch in Nepal als unrein. Daher wird alles mit der rechten Hand gemacht: Essen, Bezahlen… Vor allem aber solltest du niemals eine Person mit der linken Hand berühren.

Deine erste Nepal Reise – ein Fazit

Wenn du mit einem freundlichen Lächeln und etwas Fingerspitzengefühl durch Nepal reist, dann wirst du ganz schnell das Herz der Bewohner erobern. Sie empfangen ihre Gäste mit offenen Armen und auch wenn gerade der Start der Reise in Kathmandu nicht ohne Kulturschock beginnt, wirst du dich spätestens bei einer Trekking-Tour gnadenlos in Nepal verlieben – ganz sicher! 🙂


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Bilder: © Anne Duchstein – reisefroh.de

Anne Duchstein

Anne und Sebastian verbinden Reisen mit Gemeinnützigkeit und installieren während ihrer Open-End-Weltreise auch Solaranlagen für Menschen ohne Licht und Strom. Auf ihrem Reiseblog reisefroh nehmen sie ihre Leser mit in diese ferne Welt abseits der klassischen Touristenpfade. Außerdem geben sie Tipps um nachhaltig die Welt zu entdecken und sind immer auf der Suche nach neuen paradiesischen Orten. Du findest Anne und Sebastian übrigens auch auf Facebook, Instagram und Youtube.

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1 Antwort

  1. Nadja sagt:

    Spannende Einblicke! Danke =) Ich bin allerdings ein echter Schisser, wenn es um das Fliegen und Bus fahren in den Bergen geht und würde mich mit Nepal darum glaube ich schwer tun… Deine Bilder machen jedoch richtig fernweh. Liebe Grüße