Vanlife

Wir kaufen einen Kastenwagen – Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstüberschätzung!

14. März 2022
Campervan Ausbau Tagebuch

Das Gefühl von uneingeschränkter Freiheit auf Reisen, jeden Tag einfach stehen bleiben wo es uns gefällt, ohne vorgeplante Reiserouten und feste Unterkünfte, das Streben nach Autonomie und Selbstverwirklichung – das sind nur einige der Gründe, warum wir uns in das Reisen im Camper verliebt haben.

Seit jeher ist das Reisen unsere größte Leidenschaft. Patagonien, Bolivien, Iran, La Réunion, Borneo – unsere Reiseziele in den letzten Jahren hätten kaum vielfältiger, individueller und weiter weg sein können. Doch dann hat eine weltweite Pandemie unserer Fernsucht ganz schön Einhalt geboten. Die Welt stand eine Zeit lang still für uns und der Flug über den großen Teich schien in unerreichbarer Ferne. Doch unser Hunger nach neuen Abenteuern, prägenden Reisebekanntschaften und fremden Kulturen ist niemals erloschen. Und so kam es, dass wir in den letzten 3 Jahren vermehrt in Europa unterwegs waren – und zwar mit den unterschiedlichsten Gefährten. Ganz gleich ob im Jeep mit Dachzelt, mit einem geliehenen Wohnwagen oder gemieteten Kastenwagen – unser Leidenschaft für das Reisen mit dem Camper war geweckt.

Wir kaufen einen Kastenwagen!

Nach mehreren Reisen mit dem Camper durch Bosnien & Herzegowina, Montenegro, Italien, Kroatien, Tschechien und Österreich gab es da diesen einen Augenblick, in dem bei uns das Feuer für den Ausbau eines Campervans entfacht ist. Viele Wochen diskutierten wir über die unzähligen Gegenargumente des Projektes „Campervan selbst ausbauen“. Können wir als Vollzeitbeschäftigte und Eltern einer kleinen Tochter überhaupt die Zeit dafür aufbringen? Haben wir die handwerklichen Fähigkeiten? Können wir uns das leisten? Und finden wir überhaupt einen geeigneten Gebrauchtwagen?

Die Antwort lautete ganz klar: NEIN 🙂

Doch egal, wie oft wir uns die Herausforderungen und Nachtteile vor Augen hielten, der Entschluss einen Campervan selber auszubauen war in unserem tiefsten Inneren schon lange getroffen. Und so war es tatsächlich ein absolute Spontanaktion, als uns die App für Gebrauchtwagen mal wieder mit einem lauten „Ping“ darauf aufmerksam machte, dass ein gebrauchter Kastenwagen nur 150 Kilometer von unserer Heimatstadt entfernt zum Verkauf stand. Und zwei Stunden später waren wir bereits stolze (und zeitgleich auch etwas ängstliche) Besitzer eines eigenen Kastenwagens. Genau genommen ein Citröen Jumper. Nun dann – Let the battle begin!

In den nächsten Monaten nehme ich euch mit und berichte euch hier Schritt für Schritt von unserem Projekt Campervan Ausbau.

© Copyright: Doreen Semmler, Sebastian Semmler

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2 Comments

  • Reply Jochen 16. März 2022 at 11:09

    Respekt, ich bin zwar auch handwerklich geschickt, aber würde mir nicht zutrauen einen Sprinter auszubauen. Ich vermute, dass es an den Schreinerarbeiten oder an der Elektrik haben würde. Fakt ist aber, dass man beim Selbstausbau ein individuelles Fahrzeug hat und viel Geld sparen kann.

    • Reply Doreen Semmler 22. März 2022 at 20:48

      Dankeschön Jochen für dein Kommentar.

      Wir sind auch sehr gespannt, wie uns das Projekt gelingt. Elektrik liegt meinem Mann zum Glück gut. Vor den Schreinerarbeiten habe ich auch Respekt, allein schon die Wahl des richtigen Holzes ist eine große Denksportaufgabe. Wir werden weiter berichten 🙂

      Liebe Grüße
      Doreen von fernsuchtblog.de

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