fernsuchtblog.de nominiert für "Liebster Award" Interview: 11 Fragen an Isolde MaReisen von fernsuchtblog.de

Nominiert für „Liebster Award“

11 Fragen an Isolde MaReisen von fernsuchtblog.de

Vielen Dank an Kerstin von Paradise Found für die Nominierung zum „Liebster Award“. Gerne beantwotre ich deine spannenden Fragen an mich und meinen fernsuchtblog.de.

1. Reisen ist…?

…mein Allheilmittel! Und zwar gegen Luxusprobleme, Liebeskummer, Stress oder Burnout. Wenn ich reise, dann fühle ich mich lebendig und sorgenfrei. Das Reisen inspiriert mich, erweitert meinen Horizont und hat mein Leben um viele einzigartige Erlebnisse und besondere Menschen bereichert.

2. Welche drei Orte sollte jeder Mal gesehen haben und warum?

Kapstadt in Südafrika ist meine absolute Lieblingsstadt. Sie ist für mich die perfekte Kombination aus Natur und Metropole. Es gibt hohe Berge, einen weitläufigen Nationalpark direkt vor der Haustür, wilde Tiere, das Meer, erholsame Weinberge und eine wunderschöne Innenstadt mit tollen Restaurants, Märkten und Bars. Die Stadt ist jufrisch, aufgeschlossen und dynamisch. In keiner Stadt habe ich mich bisher so wohl gefühlt wie in Kapstadt.

Das Wahrzeichen Kapstadts: Der Tafelberg

Das Wahrzeichen Kapstadts: Der Tafelberg

Das Taj Mahal in Indien ist der Ort, der mich auf meinen Reisen bisher am meisten bewegt hat. Beim Anblick des weltberühmten Mausoleums mit seinen hohen Minaretten und Kuppeldach in perfekter Symmetrie bekam ich eine Gänsehaut und feuchte Augen. Das Taj Mahal in Agra ist ein Ort, der mich sprachlos gemacht hat (was im Übrigen gar nicht mal so leicht ist) und den ich jederzeit wieder besuchen würde.

Taj Mahal in Agra

Taj Mahal in Agra

Die Isle of Skye in Schottland ist hingegen der perfekte Ort für Naturliebhaber und Wanderfreunde. Ich hatte das Glück die Isle of Skye bei selten sonnigem Wetter zu besuchen. Wir bestiegen unter anderem den Berg „The Storr“, von wo aus man einen 360° Panorama Blick auf die Cullins, das Quairang und die schroffen Steilklippen der Insel hat, während vor einem die Schafe grasen und der Nebel aufsteigt. Die Schönheit der Isle of Skye lässt sich nicht in Worte fassen, man muss es gesehen haben. Das war ein Überraschungsmoment für mich.

Panorama Isle of Skye

Panorama Isle of Skye

3. Was macht Dich wirklich glücklich?

Wenn ich die Frage als Frau beantworte, dann wäre meine Antwort sicherlich Schokolade, Nutella und ein Lassi.

Als Fernsüchtige macht es mich glücklich, immer schon ein weiteres Flugticket in der Tasche zu haben und zu wissen, dass ich nicht mehr lange auf die nächste Reise warten muss. Meine Sucht nach der Ferne ist akut, und ich fühle mich unausgeglichen und unzufrieden, wenn ich nicht weiß, wann ich wieder in den Flieger steigen oder den nächsten Berg erklimmen kann.

4. In welche typische Touristenfalle bist Du schon einmal getappt?

Vor vielen Jahren auf meiner ersten Asienreise hat es nach Verlassen des Flugzeugs in Bangkok exakt 10 Minuten gebraucht, um in eine typische Touristenfalle zu tappen: Ein dubioses Taxi ohne Taxameter. Wir wollten vom Flughafen zum Bahnhof in Bangkok. Übermüdet vom langen Flug und euphorisiert über das bevorstehende vierwöchige Abenteuer folgten wir dem erstbesten Taxifahrer, der sich uns anbot. Wir wurden damals nicht einmal misstrauisch, als der Fahrer uns nicht zu dem großen Taxistand mit den typischen gelben und pinken Taxis vor dem Flughafengebäude lotste, sondern in eine Seitenstraße zu einer schwarzen Rostlaube. Im Auto tippte er mutmaßlich verzweifelt auf seinem Taxameter rum und erklärte uns es sei kaputt. „No problem“ sagten wir naiv, verhandelten einen angemessenen Preis und fuhren los. Wir kamen dann zwar auch bis zum Bahnhof, allerdings bog der Taxifahrer auch hier in einen Seitenstraße ab, wo bereits seine 2 „Kollegen“ auf uns warteten. Rechts und links positionierten die beiden sich neben unsere Autotüren, während der Taxifahrer uns eröffnete, dass diese Fahrt nun 200 Euro gekostet hätte. Natürlich war die Diskussion groß, wir waren verunsichert und Bangkoks Seitenstraßen können sehr dunkel und dubios sein. Nach einer 30 minütigen Diskussion mit viel Geschrei und Bedrohungen hielt neben uns ein Poliziewagen. Mit etwas Bestechungsgeld half der korrupte Polizist uns aus der Situation und wir zahlten lediglich 20 Euro statt der zuvor geforderten 200 Euro. Das war also meine erste Stunde auf asiatischem Boden, und dennoch liebe ich den Kontinent. Heute schmunzle ich über unsere Naivität und Blauäugigkeit. Danach wurde ich vorsichtiger und tappte nie wieder in eine Touristenfalle.

5. Hat Dich das Reisen verändert, bzw. was nimmst Du mit von Deinen Reisen?

Da ich von klein auf mit meinen Eltern viel gereist bin, gehört das Reisen seit jeher zu meinem Leben. Von jeder Reise nehme ich etwas anderes mit, mal sind es tolle Bekanntschaften, mal befreit es mich von Kummer und Sorgen, mal gibt das Reisen mir Inspiration und neue Anreize. Doch was immer gleich bleibt ist das Lächeln, mit dem ich nach einer Reise zurückkehre und die Feststellung, dass wir in Deutschland ein sehr angenehmes, privilegiertes Leben führen. Uns stehen die Türen offen, wir können verreisen, die Welt erkunden und uns entfalten – ein Luxus, den die Menschen in vielen Nationen leider nicht haben. Das sollten wir mehr wertschätzen.

Welche Reise mich jedoch definitiv immens verändert hat war mein sechsmonatiger Aufenthalt in Indien. Im Rahmen eines Auslandspraktikums war ich als Key Account Manager bei einem indischen IT-Outsourcing Unternehmen angestellt und mit der indischen Arbeitsweise konfrontiert, die so anders ist als unser Perfektionismus in Deutschland. Ein indisches Entwicklerteam zu koordinieren, Projekte abzuwickeln in einer „Ja-Sager“ Nation und die mindere Stellung der Frau haben es mir nicht immer leicht gemacht. Dazu kam der Schmutz, der Lärm, die stetige Aufmerksamkeit als Europäerin – Indien hat mich selbstbewusster, toleranter und offener gemacht. Zurück in Deutschland hatte ich Anpassungsschwierigkeiten, war überfordert von der Fülle an Angeboten im Supermarkt und dem Fakt, dass ich nun wieder eine einengende Jeans tragen muss anstatt der traditionellen Saree. Durch Indien lebe ich bewusster, bin spiritueller und geduldiger geworden.

Der Garba ist ein tradioneller Volkstanz aus Gujarat

Der Garba ist ein tradioneller Volkstanz aus Gujarat

6. Welche Dinge gehören auf jeder Reise ins Gepäck, an die man nicht auf Anhieb denkt?

Fünf Dinge, die ich bei jeder Reise dabei habe sind:

  • Ein Snickers, denn du bist nicht du wenn du hungrig bist!
  • Ein Kindle Ebook Reader, denn darauf finden Reiseführer und Lieblingsbücher Platz. Bücher sind schwer und nehmen viel Platz weg.
  • Kabelbinder, ein Allrounder, denn damit kann Schuhe flicken, Gepäckstücke befestigen, Kleidung vorläufig reparieren…
  • Ein Vorhängeschloss, vor allem wenn man in Dorms im Hosten nächtigt und seine Wertsachen vor Diebstahl schützen möchte. Auch in Menschenmassen ist es sinnvoll den Rucksack am Reißverschluss zusätzlich mit einem Vorhängeschloss zu fixieren.
  • Ein Schlafsack Inlay, denn nicht immer sind die Unterkünfte sauber und hygienisch unbedenklich. Ich schlafe immer (!) in meinem Inlay.

7. Organisieren und planen oder einfach drauf los reisen?

Einfach drauf los reisen! Für mich ist das der Inbegriff des Backpacking: Freiheit, Individualität, Planlosigkeit, Ungebundenheit – der perfekte Ausgleich zu meinem Leben in Deutschland. Sofern es die Infrastruktur und Gegebenheiten im Zielland ermöglichen, buche ich vor meiner Reise lediglich einen Flug, je nach Ankunftszeit ab und an noch ein Zimmer für die erste Nacht und alles was auf meiner Reise danach folgt ist ungeplant. Ich möchte mir beim Reisen alle Optionen offen halten, länger bleiben wo es mir gefällt, Geheimtipps aufsaugen und mich nicht von einem Reiseplan abhängig machen. Nur so kann ich komplett abschalten und mich auf das Land und das Backpacking 100 prozentig einlassen.

8. Wenn Du wählen müsstest: Stadt, Strand oder Natur? Warum?

Natur! Ich liebe es, wenn der Wind durch meine Haare pustet, die Sonne auf meine Haut kitzelt und ich fernab von Zivilisation und Verkehrsgeräuschen bin. Outdoor-Aktivitäten haben einen hohen Stellenwert in meinem Leben. Ich bin gern draußen unterwegs, um zu wandern, zu zelten, mit dem Mountainbike Berge zu erklimmen, Gegenden auf dem Wasser mit dem Kajak zu erkunden. Für mich gibt es nicht schöneres im Leben, als nach einem kräftezehrenden Tag in der Natur unter dem freien Sternenhimmel meinen Gaskocher aufzubauen, eine mehr oder weniger genussvolle Mahlzeit zu kochen, einen Schluck Wein zu trinken mit meinem Freund an meiner Seite und dann zufrieden in mein Zelt zu krabbeln. Um glücklich zu sein brauche ich keinen Luxus, keinen Pool, kein Boxspringbett oder Spa, denn Freiheit bedeutet mir viel mehr. Am Strand bekomme ich spätestens nach 2 bis 3 Tagen Langeweile, sofern ich nicht tauchen kann. Städtereisen mache ich gern und viel, aber diese Trips sind nicht mit meinen Outdoor Erlebnissen vergleichbar.

Arthurs Seat in Edinburgh Schottland

Arthurs Seat in Edinburgh Schottland

9. Von welchem Ort kannst Du einfach nicht genug bekommen und würdest am liebsten für immer bleiben?

Indien ist meine große Liebe! Und auch wenn ich alle Dinge auf meiner Indien To-Do-Liste bereits abhaken konnte, würde ich immer wieder dorthin zurück reisen und gerne erneut länger bleiben. Viele verstehen meine Liebe für Indien nicht, zu negativ sind die Schlagzeilen, zu groß die Vorurteile. Klar ist es sehr laut, schmutzig und chaotisch, aber ich trage eine rosarote Indien Brille. Es war Liebe auf den ersten Blick: Das Essen, die Spiritualität, die farbenfrohen Feste, die grandiosen Bauwerke, die Größe und Verschiedenheit des Landes – Indien ist ein Gesamtkunstwerk, dem ich hoffnungslos verfallen bin.

10. Dein Heilmittel gegen Fernweh wenn Du gerade nicht verreisen kannst?

Als Vollzeitangestellte muss ich mit lediglich 28 Tagen Urlaub im Jahr klarkommen, um meine Fernsucht zu stillen. Ich verreise oft an Wochenenden und an Feiertagen, besuche Freunde oder gehe zum Wandern und Mountainbiken in die Berge. Man muss nicht immer zwangsläufig weit weg fahren oder fliegen, um schöne Landschaften und Ruheoasen zu entdecken.

Um mich von meinem Fernweh abzulenken, schreibe ich auf meinem fernsuchtblog.de über meine Reisen und Outdoor-Erlebnisse, gestalte Fotobücher, schneide Reisedokumentation oder besuche Reisevorträge. Zudem stöbere ich gern auf anderen Reiseblogs und durchforste die Reiseabteilung meiner Lieblingsbuchhandlung. Ich gehe verschiedenen sportlichen Aktivitäten nach, lerne Fremdsprachen und wenn ich ehrlich bin, ist mein Terminkalender meist etwas überfüllt. Aber so bin ich eben… Und Schwups steht schon wieder der nächste Urlaub an.

11. Mein Blog ist…?

…mein Mittel gegen Fernsucht. Und hoffentlich auch eine gute Informationsquelle für andere Backpacker, Individualtouristen, Outdoor-Fans und solche, die es werden wollen.


Und das sind meine liebsten Blogs

Ich nominiere:

Das symatische Weltenbummler-Ehepaar Anke und Thorsten schreiben auf ihrem Blog Moose around the world über ihre gemeinsamen Roadtrips durch Deutschland und Europe, gutes Essen und …Elche?

Unkonventionell, frisch und weltoffen beschreibt Studentin Iza auf Unsettled Destination von ihrer Liebe zum Reisen, ihren Erfahrungen mit Couchsurfing und ihrem bevorstehenden Erasmus Programm.

Mit richtig guten Reisetipps und wundervollen Fotos überzeugt hat mich Ulli von Fernauslöserin.de. Sie ist immer mit einer Kamera bewaffnet und ist vor allem für Städtetrip-Freunde eine Top Informationsquelle.

Auf Backpacker-blog.org gibt Jörg wertvolle Tipps für Backpacker und Weltreise-Abenteurer mit Fokus Südamerika.

Meine Fragen an an euch:

1. Wer bist du und worüber bloggst du?
2. Woher kommt deine Leidenschaft fürs Reisen?
3. Welche Länder stehen auf deiner Bucket List in 2015?
4. Es muss nicht immer weit weg sein! Was ist dein Geheimtipps für ein perfektes Wochenende in Deutschland?
5. Was war das bisher schlimmste Erlebnis auf deinen Reisen?
6. Was war der schönste Ort, an dem du jemals auf Reisen übernachtet hast?
7. Ich verreise niemals ohne …? Auf welches Gadget würdest du auf einer Reise niemals verzichten?
8. Lonely Planet, Rough Guide oder Stefan Loose – auf welche Reisehandbücher vertraust du und warum?
9. In welchem Land würdest du niemals Urlaub machen und warum?
10. Strandhütte, Zelten in den Bergen oder luxuriöses Spa – was passt am besten zu dir?
11. Beschreibe deinen Reisestil in 3 Worten.
11. Ich blogge weil…?

Zudem nominiere ich einen Blog aus einer etwas anderen Sparte. Als Vollzeitangestellte versuche ich mich neben dem Job zu reisen und mich fortzubilden, beispielsweise in Form von Abendkursen. Das bedarf jedoch Zeitmanagement und Organisation. Auf we-are-curious.de geht es genau um diese Themen. Sympathisch geschrieben und toll aufbereitet macht Andrea Heimer Lust auf Wissen, Bildung und andere Kuriositäten.

Fragen an We-are-curious:

1. Wer bist du und worum geht es auf deinem Blog?
2. „We are curious“ lautet der Titel deines Blogs? Wie kam es zu dem kuriosen Namen?
3. Was hat dich dazu bewegt einen eigenen Blog zu starten?
4. „Effektives Lernen“ ist ein Thema auf deinem Blog. Was sind deiner Meinung nach die 3 größten Störenfriede beim konzentrierten Arbeiten für Studium oder Beruf?
5. Weshalb hast du dich entschlossen, neben einem Vollzeitjob ein Fernstudium zu beginnen?
6. Viele Menschen scheuen sich vor einem Fernstudium aufgrund der Kosten. Was ist dein Finanz-Geheimtipp?
7. Für viele Beziehungen ist ein berufsbegleitendes (Fern)Studium ein absoluter Killer. Wie wickelst du deine bessere Hälfte um den Finger, um dich ohne Beziehungsstress fortbilden zu können?
8. Du bist ein Profi in Sachen Lernen und Hausarbeit schreiben. Doch Hands aufs Herz, hast du nicht auch schon einmal bis tief in die Nacht und mit Schweißperlen auf der Stirn vor dem Bildschirm gesessen, während dir eine Abgabefrist im Nacken saß?
9. Was ist dein Lieblings-Bürogadget, das deiner Meinung nach auf keinem Arbeitsplatz fehlen sollte?
10. Schaffst du es neben Vollzeitjob, Fernstudium und Bloggerei auch noch zu verreisen?
11. Wer viel lernt, der muss sich auch mal entspannen. Was tust du, um mal so richtig abzuschalten?


Die Spielregeln:

  • Bedanke Dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen Blog.
  • Zeige, dass Dein Artikel zum Blogstöckchen “Liebster Award” gehört. Benutze dazu gerne das Awardbild.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurde.
  • Formuliere selbst 11 Fragen.
  • Nominiere bis zu 11 weiter, noch recht unbekannte Blogger und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten
  • Informiere den jeweiligen Blogger über die Nominierung
Liebster-Blog-Award

Liebster-Blog-Award