Nasenaffen in Bako

Dschungel im Bako Nationalpark
Dschungel im Bako Nationalpark

Der Bako Nationalpark wurde 1957 gegründet und ist somit der älteste Nationalpark von Sarawak, einem der zwei Bundesstaaten auf dem malaysischen Teil der Insel Borneo. Zudem ist der Bako Nationalpark Heimat der außergewöhnlichen Nasenaffen.

Der Bako Nationalpark lässt sich als Tagestrip von Kuching aus besuchen. Wir fuhren mit dem Moped rund eine Stunde von Kuching nach Bako, wobei die Straßen sehr befahren waren und wir unsere Probleme hatten den richtigen Weg raus aus Kuching zu finden. Jedoch sind die Menschen in Kuching äußerst freundlich und haben uns durch das Verkehrschaos gelotst. Ausgangspunkt für einen Besuch des Nationalparks Bako ist der kleine Ort Kampung Hijrah. Hier suchten wir zunächst den kleinen Hafen auf und charterten uns ein Boot zusammen mit einem Amerikaner und zwei Engländern. Es macht Sinn sich vorher mit anderen Besuchern abzusprechen und gemeinsam ein Boot anzuheuern um Kosten zu sparen. Unser angeheuerte Bootsführer warnte uns vor Abfahrt eingängig unsere Hände oder Füße bloß nicht über das Boot hinaus hängen zulassen aufgrund der hiesigen Krokodile. Dann ging es auch schon los.

Über die enge Meereszunge fuhren wir aus dem Dorf hinaus aufs offene Meer, beobachteten Fischer die ihren Fang vom Meeresboden hinauf zogen. Aufgrund des starken Seegangs peitschten große Wellen gegen unser Boot und der Nebel der Morgenstunden tauchte die Bootsfahrt in eine mystische Szenerie. Nach einiger Zeit tauchten die steilen Felswände der Halbinsel auf, auf der der Nationalpark Bako liegt. Die Anlegebucht des Nationalparks wird von zahlreichen Mangroven gesäumt und an dem kleinen, wackeligen Pier wurden wir von den ersten frechen Makaken willkommen geheißen. Auf einen Steg gelangten wir durch den Mangrovensumpf zunächst zum Anmeldezentrum. Hier muss man seine Namen und die auserwählte Route angeben sowie die geplante Uhrzeit der Rückkehr. Vor dem Besucherzentrum grasten Wildschweine mit ihren Ferkeln, welche wir auf unser Wanderung noch häufiger antrafen.

Nun konnte unsere Wanderung beginnen! Wir entschieden uns für eine längere Tour, die sowohl quer durch den Dschungel als auch zu einigen Buchten führen sollten. Es war schon etwas mulmig ohne Guide durch die dichte Vegetation zu wandern mit nur einem Wanderführer in der Hand. Unterwegs trifft man nur ganz selten auf andere Menschen, auch gibt es keinerlei Verkaufsstände oder ähnliches. Außer dem Zwitschern der Vögel und dem schreien der Affen hörten wir nichts. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Moskitos erschwerten uns unsere Wanderung durch den Bako Nationalpark. Die Vegetation war wirklich beeindrucken, die Blätter des Dschungel hatten für mich noch nie gesehene Ausmaße, überall blühten Orchideen, Pitcher Plants und andere exotische Pflanzen. Je weiter wir in den Nationalpark hinein liefen, desto bizarrer wurde die Landschaft. Auf einen Hochplateau wuchs nahezu keine Pflanze mehr und die ganze Szenerie erinnert an Weltuntergang Hollywood-Blockbuster alla „2012“.

Immer wieder trafen wir im Dschungel auf farbenfrohe Insekten, verschiedenste Vogelarten und auch auf die versprochenen Nasenaffen. Kurz vor unserer Abfahrt zurück zum Festland zeigte sich ein großer Nasenaffe wie zur Verabschiedung direkt am Bootsanleger in einer Baumkrone. Der Bako Nationalpark ist definitiv eine Reise wert. Man kommt den Dschungel und den Tieren sehr nah, ohne dass man durch große Reisegruppen oder Touristenshops gestört wird. Natur pur!

Gallerie Bako Nationalpark

Für die Planung eurer Borneo Reise empfehle ich euch die folgenden zwei Reisebücher:

Bilder: © Doreen Schollmeier

IsoldeMaReisen

Mein Name ist Isolde MaReisen und ich bin fernsüchtig. Auf fernsuchtblog.de berichte ich von meinen Reisen, Outdoor-Erlebnissen und gebe Tipps für Weltenbummler.

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