Namibia Selbstfahrer Safari: Do´s and Dont´s

Wenn du noch nicht über eine Safari-Reise durch Namibia nachgedacht hast, wird es aller höchste Zeit! Bei einer Namibia Selbstfahrer Safari durch ein unglaublich vielfältiges Land wirst du Momente zwischen Unwirklichkeit und Freiheit erleben, die du so schnell nicht wieder vergisst! Angefangen bei einem Sonnenaufgang auf einer Sanddüne in einer der ältesten Wüsten unseres Planeten, über eine lebensfeindliche Küste, bis hin zu tropischen Feuchtgebieten im Caprivi-Streifen, bietet die ehemalige deutsche Kolonie die beste Ausgangslage für mutige Entdecker. Doch eins nach dem anderen.

Rundreise durch Namibia: Organisiert oder auf eigene Faust?

Es gibt drei Möglichkeiten einer Rundreise durch Namibia. Auf der einen Seite die durchgeplante Busreise mit einer Gruppe. Auf der anderen Seite komplett auf eigene Faust als Selbstfahrer. Oder aber die Mischvariante mit eigenem Fahrzeug, aber einer vorher festgelegten Route und bereits reservierten Unterkünften.

Eine organisierte Busreise nimmt dir natürlich im Vorfeld viel Planungsaufwand ab. Dafür bist du aber an eine vorgegebene Strecke gebunden. Diese Touren dauern dabei meist 16 Tage und die Aufenthalte an den Spots sind oftmals sehr knapp kalkuliert.

Wer es auf eigene Faust wagt, hat alle Freiheiten und kann atemberaubende Augenblicke, die sich oftmals ungeplant aus dem Nichts ergeben, voll auskosten. Es kann passieren, dass du durch das Land fährst und auf einmal Giraffen oder Oryx Antilopen entdeckst. Dann ist es natürlich ein großer Vorteil einfach anhalten zu können, um die Tiere zu beobachten. Abgesehen von den Tieren, gibt es zahllose Orte an denen ein Sonnenaufgang oder –untergang dich alles um dich herum vergessen lässt. Solche Momente kannst du nur genießen, wenn du flexibel als Selbstfahrer unterwegs bist.

Namibia Selbstfahrer Safari: Ein Besuch der Namib-Wüste darf natürlich nicht fehlen!

Namibia Selbstfahrer Safari: Ein Besuch der Namib-Wüste darf natürlich nicht fehlen!

Namibia Selbstfahrer Safari: Do’s and Dont’s

Für eine gelungene Rundreise auf eigene Faust solltest du aber einiges beachten. Im Folgenden gebe ich dir die wichtigsten Regeln mit auf den Weg und verrate dir die Spots, die du auf keinen Fall umfahren solltest…

#1 Besorg dir eine gute Ausrüstung!

Grundvoraussetzung für eine gelungene Namibia Selbstfahrer Safari ist deine Ausrüstung. Es gibt einige Autoverleiher in der Hauptstadt Windhoek, die dir das richtige Equipment zur Verfügung stellen können. Ein Geländewagen ist Pflicht. Die beste Variante ist ein Geländewagen mit Allrad Antrieb und kompletter Campingausrüstung sowie Zelten auf dem Dach. Die Zelte sind mit Matratzen ausgestattet und bieten dir Schutz vor Tieren und Insekten. Natürlich gibt es auch die Option Unterkünfte wie Lodges oder Luxuszelte zu buchen, dafür müsstest du aber etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.

#2 Plane deine Route!

Du solltest dir im Vorfeld überlegen, was du alles sehen möchtest und entsprechend deine Route planen. Namibia ist sehr groß und du solltest niemals schneller als 80 km/h fahren. Du wirst also viel Zeit auf der Straße verbringen. Aber keine Angst, dir wird nicht langweilig! Der Weg ist das Ziel. Die Natur ist in allen Teilen des Landes atemberaubend und verändert sich manchmal schlagartig. Deshalb solltest du dir auch unbedingt einen großzügigen zeitlichen Puffer einplanen. Nur so kannst du deine Flexibilität und das Freiheitsgefühl bewahren.

Namibia Selbstfahrer Safari: Plane deine Route und tanke immer voll!

Namibia Selbstfahrer Safari: Plane deine Route und tanke immer voll!

#3 Habe immer genug Wasser dabei!

Namibia ist eines der trockensten Gebiete unserer Erde und die Temperaturen steigen in der Mittagssonne auch schon mal auf über 40 Grad. Deshalb solltest Du immer ausreichend Wasser dabei haben. Und das ist nicht nur ein Tipp, sondern absolut notwendig. Vor allem wenn du Touren zu Fuß, beispielsweise am Waterberg oder durch den Fish River Canyon machst, braucht dein Körper sehr viel Wasser um nicht zu dehydrieren. Und auch zum Waschen während einer längeren Autofahrt kann dir ausreichend Wasser im Kofferraum das Leben erleichtern. Mein Tipp: Habe immer mindestens 5 Liter Wasser pro Person im Auto!

#4 Tanke immer voll!

Die Strecken in Namibia sind lang und führen teilweise durch sehr spärlich bevölkerte Gebiete. Deshalb gibt es auch nicht überall Tankstellen, sodass du auch mal 300 Kilometer bis zur nächsten Tankstellen fahren musst. Du solltest also jede Möglichkeit nutzen deinen Wagen voll zu tanken. Denn es ist natürlich viel schöner die Natur auf sich wirken lassen zu können, als ständig auf die Tankanzeige schauen zu müssen.

#5 Respektiere alle Tiere!

Der größte und bekannteste Nationalpark ist der Etosha-Nationalpark mit seiner weltberühmten Salzpfanne. Übrigens ein unbedingtes Muss auf jeder Namibia Rundreise. Dort, aber auch an vielen anderen Teilen des Landes, wirst du verschiedenste große und kleine Tiere treffen. Giraffen, Elefanten, Antilopen und mit etwas Glück sogar Löwen oder Geparden. Bei allen Tieren gilt gleichermaßen: Ruhig verhalten und respektvoll sein! Und bei Touren durch den Etosha nicht aus dem Auto steigen. Sei dir immer bewusst, dass wilde Tiere unterwegs sind und potentiell gefährlich werden können.

Namibia Selbstfahrer Safari: Respektiere die Tiere und halte Abstand!

Namibia Selbstfahrer Safari: Respektiere die Tiere und halte Abstand!

#6 Suche den Kontakt zu den Einheimischen!

Die Kultur in Namibia zeichnet sich vor allem durch die einheimischen Völker aus. In dem Wüstenstaat leben trotz der dünnen Besiedlung elf verschiedene Völker. Die bekanntesten sind wohl die San, die als die Ureinwohner Namibias gelten. Heute gibt es noch etwa 35.000 von ihnen, hauptsächlich im Nordosten des Landes. Den, in der Kolonialzeit als „Buschleute“ bezeichneten San, fällt der Spagat zwischen Kultur und der heutigen Gesellschaft oft schwer, weshalb sie zu den ärmsten Bevölkerungsschichten zählen. In der Nähe von Grootfontein gibt es ein Dorf in dem du diese faszinierende Kultur hautnah erleben kannst. Grundsätzlich triffst du aber in allen Landesteilen aufgeschlossene Menschen, die dir gerne spannende Geschichten über ihre Kultur und Vergangenheit erzählen.

#7 Campe nur auf Campingplätzen!

Die Natur in Namibia ist sehr sensibel. Deshalb solltest du ausschließlich auf ausgewiesenen Campingplätzen übernachten und nicht wild campen. Wild campen kann außerdem sehr gefährlich werden. Aufgrund der Hitze werden viele Tiere, denen man in der Dunkelheit besser nicht begegnen möchte, erst nachts aktiv. Das man seinen Müll (auch Bio-Müll) immer mitnimmt, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

#8 Stehe früh auf!

Frühaufsteher können atemberaubende Sonnenaufgänge erleben. Am Waterberg lohnt es sich früh aufzustehen und vom Camp etwa 30 Minuten den Berg hochzuwandern, um einen außergewöhnlichen Blick über die Landschaft genießen zu können. Auch am Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt, wirst du einen Sonnenaufgang und -untergang erleben, den man in dieser Form selten zu Gesicht bekommt. Ein besonderes Naturschauspiel kannst Du auf der Düne 45 erleben. Mitten in der Sandwüste, leuchten dann unzählige Dünen in einem faszinierenden Farbenspiel.

#9 Finde die Wüstenelefanten!

Nicht jeder hat das Glück sie zu sehen. Aber mit einem Guide stehen deine Chancen gar nicht so schlecht die seltenen Wüstenelefanten zu finden. Es gibt nur zwei Populationen, dieser besonders großen und widerstandsfähigen Säuger, in ganz Afrika. Die größten Chancen hast du im Damaraland. Einfach an den Campingplätzen immer mal wieder die Guides fragen, ob die Elefanten gerade in der Gegend unterwegs sind.

Namibia Selbstfahrer Safari: Auf eigene Faust durch die Nationalparks.

Namibia Selbstfahrer Safari: Auf eigene Faust durch die Nationalparks.

Selbstfahrer Rundreise Namibia: Soll ich oder soll ich nicht?

Eine Selbstfahrer Rundreise durch Namibia ist nichts für jedermann. Doch wer den Mut hat, wird mit wunderschönen Momenten und einem tollen Freiheitsgefühl belohnt. Wenn Du etwas Erfahrung im Autofahren mitbringst und dich an die neun Regeln hältst, wirst du diesen Trip nicht wieder vergessen. Neben den wilden Tieren im Etosha Nationalpark, werden dich der Sternenhimmel und die Sonnenaufgänge in den Bann ziehen. Aktivitäten findest du bei Wanderungen durch den Fish River Canyon im Süden oder in Swakopmund zwischen Ozean und Wüste. In Swakopmund kannst Du auf Sanddünen Quad fahren, Kamele reiten oder einen Helikopterflug über Ozean und die Namib-Wüste machen. Eine Fahrt an der Skelettküste zeigt dir einer der lebensfeindlichsten Gebiete unseres Planenten. Im Caprivistreifen findest du hingegen üppige Vegetation und Tierreichtum.

Bilder: ©  Jan Witter – natuerlich-reisen.net / UGVertrieb – pixabay.com / nike159 – pixabay.com / Katja – pixabay.com


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Jan Wittwer

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