Moskitoschutz auf Reisen: 6 Tipps für unterwegs

Sie jucken ohne Ende und kratzen verschafft nur kurzfristige Befriedigung, bevor das Jucken mit doppelter Intensität zurückkehrt: Die Rede ist von lästigen Moskitostichen. Diese können dir nicht nur den letzten Nerv und deinen erholsamen Schlaf rauben, sondern unter Umständen auch gefährlich werden. Gerade auf Fernreisen ist das Risiko, sich durch einen Mückenstich eine Tropenkrankheit einzufangen, hoch. Wie du deine Reise in puncto Moskitos entspannt und locker genießen kannst, zeigen dir die folgenden 6 Tipps!

Gerade bei Fernreisen auf ausreichend Mückenschutz achten!

Wenn du in Europa lebst, hast du erst mal Glück, was Mückenstiche betrifft. Zwar jucken auch hier die Mückenstiche unglaublich und sind lästig, aber etwas Schlimmeres als das wird dir hierzulande nicht passieren.

Bei Fernreisen sieht die Abgelegenheit allerdings anders aus – denn dort sind Moskitos tatsächlich eine große Risikoquelle für die Gesundheit. Die kleinen Biester sind nämlich durchaus in der Lage, äußerst gefährliche Tropenkrankheiten zu übertragen.

Infizieren dich Mücken beispielsweise mit Malaria, Gelbfieber, dem West-Nil-Fieber, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber, oder mit dem Zika-Virus, dann wirst du in den meisten Fällen nicht nur Fieberbeschwerden erleiden. Neben Schädigungen der Organe, oder des Nervensystems, können einige dieser Krankheiten im Extremfall (bei unzureichender medizinischen Versorgung oder bei langen Wartezeit bis zur Behandlung) sogar tödlich enden.

Übrigens, nicht bei jeder von Mücken übertragenen Krankheit gibt es die Möglichkeit sich mit einer Impfung zu schützen. Gerade deshalb solltest du besonders vorsichtig sein, wenn du dich in deinen Urlaub nach Asien, Afrika, oder Mittel- und Südamerika begibst! Insbesondere letzteres Gebiet ist nach wie vor aufgrund des Zika-Virus vor allem bei vorliegender Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Einmal infiziert, kann das Zika-Virus spätere Fehlbildungen beim Kind verursachen!

Vorsicht Moskito: Mit diesen Tipps kannst du im Urlaub entspannen!

Vorsicht Moskito: Mit diesen Tipps kannst du im Urlaub entspannen!

6 Tipps für optimalen Moskitoschutz auf Reisen

Keine Sorge, du musst jetzt nicht gleich deine Reise stornieren, nur weil du eines der oben erwähnten Gebiete bereisen willst. Es reicht, wenn du dich ausreichend schützt. Wie das am besten klappt, verraten dir die folgenden Tipps:

Tipp 1: Ausführliche Informationen über das Zielland einholen

Was das Thema Mückenschutz betrifft, kann man nie vorsichtig genug sein! Hol dir auf jeden Fall genügend Informationen über dein Zielland ein ehe du losstartest! Gute Anlaufstellen sind beispielsweise das Tropeninstitut oder auf Tropenkrankheiten spezialisierte Ärzte. Dort gewinnst du einen guten Überblick über Risikozonen und die Verbreitung gefährlicher Krankheiten.

Tipp 2: Impfungen in Betracht ziehen

Solltest du vorhaben in ein Malaria-Gebiet zu reisen, dann ist die Malaria Prophylaxe eine Möglichkeit dich vor der gefürchteten Krankheit zu schützen – auch wenn diese Prophylaxe nicht als 100% wirksam gilt und unter Umständen gesundheitlich bedenklich sein kann!

Achtung: Beim Zika-Virus, dem Dengue-, dem West-Nil-, oder dem Chikungunya-Fieber gibt es momentan keine Impf-Möglichkeiten. Selbst, wenn du gegen Malaria geschützt bist, solltest du also nicht auf deinen Mückenschutz verzichten!

Tipp 3: Die richtige Kleidung wählen & imprägnieren

Ein guter Weg, um Mücken fernzuhalten, beginnt bei der richtigen Kleidung. Die kleinen Blutsauger meiden am ehesten helle Kleidung. Die Kleidung sollte langärmelig, dicht gewebt und nicht zu enganliegend sein.

Am besten du imprägnierst die Kleidung noch zusätzlich mit einem dafür vorgesehenen Kleidungsspray. Nach dem Waschen solltest du diesen Vorgang wiederholen. Imprägnieren solltest du die Kleidung allerdings nur unter freiem Himmel und es empfiehlt sich die Kleidung danach auszulüften und trocknen zu lassen.

Du fragst dich vielleicht, warum du deine Kleidung nicht mit einem herkömmlichen Mückenspray imprägnieren solltest. Ganz einfach: der Wirkstoff DEET im Mückenspray greift beispielsweise Polyester-Fasern, Metalle und Kunststoffe an.

Tipp 4: Echte Profis setzen auf Nobite-Kleidung

Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Mückenschutz Kleidung, die etwas an Safari Kleidung erinnert. Aber keine Sorge, es gibt mittlerweile Teile, die man durchaus auch in der „Öffentlichkeit“ tragen kann. Fakt ist, dass du damit bereits 80 Prozent der Mücken fernhältst. In Kombination mit einem Kleidungs- und Hautspray hast du damit also optimalen Schutz.

Tipp 5: Kauf dir ein engmaschiges Moskitonetz

Ein Moskitonetz sollte bei Reisen in ferne Länder dein treuer Begleiter sein. Da man als Backpacker nicht immer die luxuriösesten Unterkünfte bezieht, ist ein Moskitonetz die ideale Lösung, um nachts Mücken auf Distanz zu halten. Ab 10 Euro gibt es sie bereits zu kaufen und du wirst sehen, dass dieses Geld bestens angelegt ist. Achte aber unbedingt drauf, dass es engmaschig genug ist. Sonst ist es nämlich für die Katz‘!

Tipp: Am besten imprägnierst du auch noch das Moskitonetz. Dann machen die Blutsauger tatsächlich auch in der Nacht einen weiten Bogen um dich! Nimm auch unbedingt geeignetes „Werkzeug“ wie Reißnägel, Schnüre, Klebeband und Wäscheklammern mit, denn die wirst du zur Befestigung an der Decke, an Wänden, Möbeln, etc. brauchen!

Tipp 6: Ein Mückenspray finden, das zu dir passt

Das tückische bei Moskitosprays ist: es gibt unzählige davon und nicht alle erzielen bei jedem Menschen die erwünschte Wirkung. Der bekannteste Insektenwirkstoff ist der Inhaltsstoff DEET. Sein Wirkspektrum ist sehr breit – er hilft gegen:

  • Mücken der Gattung Aedes, Culex und Simulum,
  • die Anopheles-Mücke,
  • die gemeine Holzbock Zecke,
  • Bremsen,
  • Tsetsefliegen und andere Fliegen,
  • Läuse,
  • und sogar Milben.

Gegen Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen ist DEET allerdings unwirksam, weshalb du dich gegen diese anderweitig schützen musst. Übrigens, je nach Konzentration schützt das Mittel für einen bestimmten Zeitraum:

  • 30% DEET-Anteil: 6 Stunden
  • 40% DEET-Anteil: 8 Stunden
  • 50% DEET-Anteil: 10 Stunden

Da DEET zwar als sehr wirksam, aber bei sensiblen Menschen als nicht ganz so gut hautverträglich gilt, kannst du auch auf Präparate mit anderen Wirkstoffen zurückgreifen. Ein Beispiel wäre Icaridin. Es ist in der Regel besser hautverträglich, aber vor allen Dingen in tropischen Gefilden erfahrungsgemäß auch weniger wirksam. Hier gilt: einfach austesten, worauf du am besten ansprichst.

Beachte: DEET hat sich unserer Erfahrung nach in den oben genannten Fernreisezielen besser bewährt. Und je höher die Konzentration, desto besser ist auch der Schutz! Wichtig: trage das Spray draußen auf und spare Augen, Nase, Schleimhäute, Sonnenbrand und offene Wunden großräumig aus!

Fazit zum Moskitoschutz auf Reisen

Mit dem nötigen Wissen über die anvisierten Reiseziele und potenzielle von Mücken übertragbare Krankheiten, kannst du dich mit den genannten Tipps perfekt auf deine Reise vorbereiten. Zu guter Letzt noch ein wichtiger Tipp: kauf die Utensilien am besten noch zuhause, denn vor Ort ist das Zeug meist schwieriger zu bekommen und wesentlich teurer.

Bilder: © Pexels – pixabay.com, StockSnap – pixabay.com


Nützliche Tipps für Backpacker:

Gerald Bacher

Gerald Bacher schreibt auf seinem Ratgeber für Mückenschutz Moskitofrei.com über interessante Themen rund um Moskitoschutz auf Reisen und Zuhause. Fernreisen gehören neben Sport zu seinen größten Leidenschaften.

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